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Hochzeit damals und heute

Hochzeit damals und heute

In den letzten Jahren sind die Zahlen der Trauungen stets nach oben gegangen. Heiraten scheint wieder in Mode zu sein.

Zwar geben Statistiken immer wieder bekannt, dass die Scheidungsraten nicht sinken. Dennoch lassen sich die meisten Paare nicht davon beeinflussen und hegen weiter den Wunsch nach einer Hochzeit. Selbst junge Paare schließen eine Hochzeit nicht aus, haben diese sogar als Wunsch ganz weit oben in ihrer Liste für die Zukunft. Trotz Freiheitsdrang, den viele Menschen verspüren, sehen sie es als positiv an, einen Trauschein zu haben. Und auch wenn es in der heutigen Zeit „normal“ ist, ohne Trauschein mit dem Partner zusammenzuleben, und sogar Kinder zu haben - Heiraten ist „in“. All dies war nicht immer so einfach. Dazu muss man gar nicht weit zurück in die Vergangenheit blicken. Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein, war es selbstverständlich, dass ein junges Paar heiratet. Eine unverheiratete Frau von über 30 Jahren galt damals automatisch als „alte Jungfer“. Heute kann sich das kaum noch jemand vorstellen. Dennoch war es in der Vergangenheit für die Frau besonders schwer. Man sagte ihr nach, dass irgendetwas mit ihr nicht in Ordnung sein muss, weil sie in ihrem Alter noch keinen Ehemann habe. Dem gegenüber stand der Mann über 30. Ihm sagte man nur nach, dass er der ewige Junggeselle sei, der noch keine Familie gegründet hat. Mann und Frau hatten es in der Vergangenheit nicht leicht ohne Trauschein.

 

Damals war es auch ein absolutes no-go, eine Scheidung in Erwägung zu ziehen. Es zählte zu den Tabus, über dieses Thema zu sprechen. Allerdings war es aber auch damals nicht selten der Fall, dass Ehen geschlossen wurden, deren Voraussetzungen nicht optimal waren. Dennoch war eine Ehe ein Bund fürs Leben, im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Ehe war heilig und galt bis zum Tode. Sie zu scheiden war zwar grundsätzlich möglich, dennoch konnten nur die wenigsten Frauen mit den Konsequenzen danach leben. In der Gesellschaft hatte eine geschiedene Frau keine Chancen mehr. Darüber hinaus war es tatsächlich so, dass eine gute Ehe von den hausfraulichen Fähigkeiten abhing. Zudem hatten die Eltern damals noch ein großes Mitspracherecht bei der Partnerwahl. Heute undenkbar, war es früher so üblich. Welch Glück – es hat sich zum Thema Hochzeit vieles zum Positiven geändert. Die Liebe steht im Vordergrund und nicht irgendwelche gesellschaftlichen und familiären Zwänge.